
Herzlich Willkommen zu meinem Blogeintrag im Juli,
Mitte Mai hatte ich einen wunderbaren Austausch mit meinem noch nicht ganz 3 Jahre alten Enkel. Unser kleines Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie Kinder in frühen Jahren mit ihren Gefühlen umgehen können.
Mein Enkel erzählt mir wie er das Gewitter am letzten Wochenende erlebt hat. Es hat ihn sehr beeindruckt und er hat es zum ersten Mal in seinem Leben richtig wahrgenommen. Folgendes Gespräch hat sich zwischen uns beiden ergeben:
„Oma, wir hatten ein Gewitter und das Gewitter hat sich ein neues Zuhause gesucht.“ „Wow, es hat sich ein neues Zuhause gesucht? Wie sieht das neue Zuhause aus? Wohnt das Gewitter in einem Haus oder in einem Ball oder wie wohnt es?“ – kurze Pause, dann: „Es wohnt in einem Haus.“ „Welche Farbe hat das Haus?“ „Es ist schwarz. Schwarz – grau.“ „Und der Blitz? Wohnt der mit dem Gewitter in einem Haus oder wohnt er woanders?“ „Der Blitz wohnt auch in dem Haus und das Haus hat ein gelbes Dach.“ „Da hast du völlig recht.“ „Es gibt auch noch den Regen.“ „Ah und wo wohnt der Regen?“ „Der Regen wohnt in einem blauen Haus.“ „Wofür ist der Regen gut?“ „Für die Blumen und die Wiese. Manchmal gibt es auch eine helle blaue Wolke mit etwas weiß, wo der Regen herauskommt.“
Welches Gefühl hat meinen Enkel beschäftigt? Wissen Sie es?
Richtig! Es war die ANGST!
Ich muss sagen, mich hat unser kleiner Austausch mit Stolz erfüllt. Dieses Gefühl habe ich bei allen Kindern und Erwachsenen, wenn sie sich auf den Weg machen, sich kennenzulernen und Emotionen bewusst wahrzunehmen. Ein wichtiger Baustein für den Umgang mit sich selbst und mit anderen. Dabei werden die eigenen Kompetenzen wie nebenbei entdeckt.
Wie spüren Sie Ihre Gefühle und wie gehen Sie mit Ihnen um?
Bleiben Sie zuversichtlich.
Ihre Kirsten Höckesfeld