
Herzlich Willkommen zu meinem Blogeintrag im März 2026,
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Vor kurzem war ich zum Heilfasten in der Nähe von Luxemburg. Neben mir am Tisch saß, welche Überraschung, ein Luxemburger. Die ersten 4 Tage sprachen wir über das Wetter, unsere Wanderungen und tauschten uns über unsere Anwendungen aus. Wir lachten viel und herzlich und kamen etwas intensiver ins Gespräch. Mein damaliger Tischnachbar ist als einziger Sozialpädagoge in einer schulischen Einrichtung mit 400 Kindern und Jugendlichen tätig. Dazu gehört ebenfalls eine angeschlossene Kita. Er arbeitet sogar noch regional. In meinen Augen eine wahnsinnige Anforderung und Verantwortung. Seine Arbeit umfasst u.a. Themen wie: Mobbing, auffälliges Verhalten, Drogenprobleme, Konfliktlösungen, Prävention, um nur einige zu benennen. Seine Kraft schöpft er aus seinem Wandern und seinem Ausdauersport.Das Privatleben steht hinten an. Wichtig beim Heilfasten ist für ihn die Ruhe und Stille. Kein Lärmpegel, niemand möchte etwas von ihm…..er darf an unserem Tisch sein wie er möchte und wie er es für sich braucht. Wir saßen zu sechst in einer ruhigen Ecke. Bewusst von jedem so gewählt. Wir kannten uns vorher nicht und dennoch verstanden wir uns alle sofort, ohne viele Worte.
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Am fünften Tag erzählte mein Tischnachbar über seine Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und über seinen Wunsch, mehr Eltern zu erreichen und einzubinden. Ausserdem fehlte ihm der Austausch mit anderen Pädagogen im Einzelsetting.
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Am sechsten Tag berichtete ich ihm über mein Emotionscoaching mit 4–6-jährigen Kindern.Wir tauschten uns über unsere Herangehensweise und über unsere Tools aus.
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Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich hier und da eine unsichere Seite in mir. Diese meldete sich immer mal wieder: Du hast keine pädagogische Ausbildung gemacht oder ein pädagogisches Studium absolviert! Suche dir eine passende Weiterbildung.
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Dann meldete sich meine selbstbewusste Seite. Die Kinder mögen mich und kommen sehr gerne zu mir. Sie sind meine allerbesten Lehrmeister und grundehrlich. Eine Kinderpsychologin aus den USA schrieb in ihrem Buch: für die Kinder ist das Spielen „Arbeit“. Diesen Satz habe ich immer im Hinterkopf! Und, was für meinen Austausch mit Erwachsenen gilt, gilt auch für die Kinder: jeder ist auf seiner „Insel“ mit eigener Wahrnehmung und ganz unterschiedlichen Erfahrungen.
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Der Austausch zwischen dem Sozialpädagogen und mir als Coach, hat meine selbstbewusste Seite deutlich verstärkt. Wir waren uns einig: Wir ergänzen uns. Jeder von uns arbeitet anders. Ich nutze andere Tools als er. Dennoch sind wir auf einer Wellenlänge und haben das gleiche Ziel „Prävention“ und „Begleitung“in unterschiedlichen Altersklassen.Jeder auf seinem Weg und mit seiner Erfahrung. Wir sind beruflich weiterhin in Verbindung. Ich bin dankbar für dieses bereichernde Zusammentreffen. Mir wurden ohne allen Zweifel noch einmal meine Kompetenzen vor Augen geführt.
Kennen Sie das auch? Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie möchten.
Ihre Kirsten Höckesfeld